"Harry Klein Mitglied der GEMA"

Der Vater von Willy Millowitsch wurde in Düsseldorf geboren!

Gedenktafel der Millowitsch-Dynastie in der Düsseldorfer Altstadt am Uerige Brauhaus
Dat es Willy

Ne, kölsche Jung
!
Willy Millowitsch stammte aus einer alten Schauspielerdynastie. Seine Eltern waren der Schauspieler Peter Wilhelm Millowitsch (1880–1945) und dessen Ehefrau Käthe, geborene Planck, eine Wienerin. Schon als Kind hatte er sich mehr für das väterliche Theater interessiert als für die Schule. Bereits 1922 wechselte er ohne Schulabschluss in den Schauspielerberuf. 1940 übernahm er die Leitung der väterlichen Bühne. Dabei war er sehr oft als Regisseur und Hauptdarsteller tätig. 1939 heiratete Willy Millowitsch Linny Lüttgen und zog ins Elternhaus in Köln Lövenich Vincenzallee. 55 die Ehe wurde später geschieden. 1943 stellte Peter Wilhelm Millowitsch seinem Sohn Willy Millowitsch Anna Marie Dorweiler Klein vor, die ebenfalls in Lövenich wohnte. (Kölnerstr.1) Mit Ihr zeugte Willy Millowitsch einen Sohn Harry Klein der am 29.03 1945 Teichstraße 5 in Köln Bickendorf geboren wurde.
Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges hatten das Millowitsch-Theater an der Aachener Straße in Köln nur gering beschädigt. So wurde der Spielbetrieb auf Wunsch des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer

bereits im Herbst 1945 wieder aufgenommen, bis ins Jahr 1949 fanden täglich Vorstellungen statt.
Am 28. September 1946 heiratete er Gerda Feldhoff; sie bekamen vier Kinder: Katarina, Peter, Susanne und Mariele. Peter (* 1. Februar 1949) und Mariele (* 23. November 1955), haben das väterliche Interesse an der Schauspielerei geerbt. Peter hat 1998 das Theater übernommen.
1949 spielte er zum ersten mal in einer Fernsehproduktion mit, weitere Fernsehrollen folgten in der Zeit von 1950 bis 1996. Seine bekannteste Fernsehrolle war die des „Kommissar Klefisch“ im WDR-Fernsehen. Die erste deutsche Live-Übertragung eines Theaterstücks erfolgte im Oktober 1953 mit dem Etappenhasen, in dem Willy Millowitsch die Hauptrolle spielte. Auch in Kinofilmen spielte er mit, beispielsweise in Drei Mann auf einem Pferd und in Zwei Herzen im Mai, in Scampolo mit Romy Schneider und in Zum Teufel mit der Penne (1968) als Vater von Hansi Kraus und als Nebendarsteller in der Hollywood-Produktion Hilfe, die Amis kommen an der Seite von Chevy Chase im Jahr 1985. 1968 erlebte man ihn im Rahmen der „ARD-Fernsehlotterie: Ein Platz an der Sonne“, in einer Gastrolle auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Dort spielte er unter der Regie von Hans Mahler mit den Ohnsorg-Stars Heidi Kabel, Otto Lüthje, Edgar Bessen, Henry Vahl und Erna Raupach-Petersen den Richter Kleinfisch in der Komödie Die Kartenlegerin.
Auch als Sänger war Millowitsch erfolgreich, sein Hit Schnaps, das war sein letztes Wort (1960) verkaufte sich mehr als 900.000 Mal. Jahrzehntelang gehörte er im Rheinland zu den erfolgreichsten Interpreten von Karnevalsliedern. Bis heute mit seinem Namen verbunden bleibt das Lied „Kölsche Jung“ von Fritz Weber.
Willy in seinem Büro sein Heiligtum mit Dagmar Fohrmann

1983 wurde Millowitsch als erster Preisträger mit dem vom WDR initiierten Fernsehpreis Telestar ausgezeichnet. 1984 erhielt er das Bundesverdienstkreu. Am 17. März 1989 verlieh die Stadt Köln Willy Millowitsch die Ehrenbürgerwürde (siehe auch: Liste der Ehrenbürger von Köln). Bereits zu Lebzeiten war er das geworden, was man in Köln ein kölsches Original nennt – im Jahr 1992 finanzierte der Kölner Theatermann Harry Owens ein Denkmal für Willy Millowitsch, das in der Altstadt am Eisenmarkt aufgestellt wurde.

Im gleichen Jahr trat Millowitsch als Redner und Sänger beim Kölner „Arsch huh, Zäng ussenander“-Konzert gegen Rassismus und Antisemitismus auf.
Willy Millowitsch war unumstritten in seiner Darstellung als Theaterkünstler. In zahllosen von ihm selbst entworfenen und oft vom Fernsehen – dann meist unter der Regie seines Theaterfreundes Prof. Dr. Karl Wesseler – aufgezeichneten Bühnenstücken unterhielt er sein Publikum durch seine besondere Art der Ausdrucksweise oft zusammen mit seinen Kindern über vierzig Jahre lang. Wie er in einem Interview mitteilte, konnte er allerdings selbst keine Stücke schreiben, was er sehr bedauerte. Allerdings schreibt sein Sohn Peter Millowitsch Stücke. Er sagt, er habe das Talent dazu wohl von seinem Großvater geerbt.

In der Köln Arena

sein lezter Auftritt
Mein abschied in Hohenlind
Willy Millowitsch
Mittwoch, 22. September 1999 Willy Millowitsch ist tot.
Der Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch ist tot. Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) meldete, starb Millowitsch am Montagmorgen im Alter von 90 Jahren in einem Kölner Krankenhaus. Der beliebte Schauspieler war in der vergangenen Woche mit Kreislaufproblemen in die Klinik eingeliefert worden. Seine Ehefrau hatte als Grund einen medizinischen Check-up genannt. Der Kölner "Express" zitierte am Freitag die Millowitsch-Tochter Katharina Eisenlohr mit den Worten, die heißen Tage seien "einfach etwas viel für seinen Kreislauf" gewesen.
Der Name Millowitsch galt als Markenzeichen für rheinischen Frohsinn und kölsches Mundwerk. Als Stimmungssänger brachte er mit "Schnaps, das war sein letztes Wort" Generationen von Karnevalisten zum Schunkeln. Der "leeve Jung", am 8. Januar 1909 als Spross einer alten kölschen Puppenspieler- und Schauspielerfamilie geboren, war Kölner Ehrenbürger und bekam schon zu Lebzeiten in seiner Heimatstadt ein Denkmal gesetzt. Gesundheitlich angeschlagen, stand Millowitsch seit 1995 nicht mehr auf der Bühne. "Fürs Fernsehen reicht's aber noch", bewies er zuletzt als Kommissar Klefisch, der hohe Einschaltquoten bescherte.
Millowitsch hatte nie eine Schauspielschule besucht. Dennoch saßen Millionen an den Bildschirmen, wenn das Fernsehen ein Volksstück mit Willy Millowitsch als Hauptdarsteller aus der familieneigenen Millowitsch Heimatbühne in Köln übertrug.
Als dann der gesegnete, mit Sonnenblumen geschmückte Sarg durch den Mittelgang nach draußen getragen wurde, flossen noch einmal Tränen der Rührung. Denn durch das Gotteshaus wehte leise, eindringlich und wehmütig: "Ich ben ne kölsche Jung". Gespielt von Organist Clemens Ganz. Dicht gedrängt stehen Tausende Kölner an der abgesperrten Domplatte. Als der Sarg Willy Millowitschs aus dem Dom getragen wird, beginnt es zu regnen. "Auch der Himmel weint um Willy", sagt Maria Bergthaler (43) gerührt. Als sich der Leichenwagen in Bewegung setzt, brandet unter den Wartenden großer Applaus auf.
Vorne weg der Mercedes Kombi, Kennzeichen K-WM 11, in dem Willy zum letzten Mal über die Aachener Straße fährt. Vor dem Theater stehen innerhalb weniger Minuten über 500 Personen. "Wir sind um sechs Uhr aufgestanden, mit dem Wochenendticket aus Rheine gekommen", sagt Monika Felschen (54). "Das sind wir Willy schuldig." Der Wagen stoppt für zwei Minuten vor dem Theater. Die Menschen hält es nicht hinter der Absperrung, sie wollen Willy noch einmal ganz nahe sein. Gleichzeitig setzen sie an zum letzten Applaus.
Minutenlang. Sie rufen "Willy, Willy", legen rote Rosen und Sonnenblumen auf das Dach des schwarzen Wagens. Eine ältere Kölnerin traut sich hervor, berührt kurz die Heckscheibe, flüstert etwas - sie geht zurück in die Menge und bricht in Tränen aus. Andere Zuschauer heulen mit. Dann ist der Wagen weg, einige gehen ins Pittermännche, schauen am Fernsehen weiter.
12.45 Uhr: Innerhalb weniger Minuten haben sich mindestens 500 Menschen vor dem Theater in der Aachener Straße versammelt, um Willy die letzte Ehre zu erweisen. Der Konvoi mit der Familie und den Trauergästen hält zwei Minuten an. Es brandet ein letzter, großer Applaus für den kölschen Jung auf. Heute kenne ich auch die Ältere Dame die Die Heckscheibe streichelte und Ihre Worte
Willy Millowitsch.
Geboren: 8. Januar 1909.
Geburtsort: Köln.
Sternzeichen: Steinbock.
Beruf(e): Schauspieler, Sänger, Regisseur, Theaterdirektor.
Eltern: Peter und Käthe Millowitsch. Der Vater war Schauspieler. Die Großeltern Wilhelm Josef und Emma ebenfalls. Als erster Künstler der Theaterdynastie wurde Moritatensänger Franz-Andreas Millowitsch 1796 in der Kölner Stadtchronik erwähnt.
Familienstand: Verheiratet in zweiter Ehe seit 1946 mit Gerda Millowitsch, geborene Feldhoff. Die erste Ehe 1939 mit Linny Lüttgen, geb. Haumann, wurde geschieden.
Kinder: Vier. Dr. Katharina (51), Oberstudienrätin und Theaterleiterin der "Freien Kammerspiele" in Köln. Peter (50), Schauspieler und seit 1996 Chef im Millowitsch-Theater. Susanne (46), Buchhändlerin. Dr. Mariele (44), Tierärztin und Schauspielerin.
Hobbys: Filmen, Tanzen (Walzer).
Ehrungen: u. a. Goldener Bravo-Otto (1961/62), Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1984), Ehrenbürger von Köln (1989), Bambi (1990), eigenes Denkmal in Köln (1992).
Größte Hits: "Schnaps, das war sein letztes Wort","Wir sind alle kleine Sünderlein".
Lieblingsrolle: TV-Kommissar Hermann-Josef Klefisch.
Auch Willy hatte fehler:
